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Stand der letzten Überarbeitung:

06.06.2012

Überarbeitung siehe Online-Tagebuch

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RS 2600



 


 

 

Der Capri RS 2600, dessen Basis der 2300GT war, wurde auf Initiative des damaligen Leiters der Ford RS-Abteilung Jochen Neerpasch entwickelt und diente zur Homologation in der Gruppe 2 der Tourenwagen über 2600ccm. Dazu mussten im ersten Jahr 1000 Fahrzeuge gebaut werden. Um das Homologationsgewicht von 900kg zu erreichen wurden auch Wettbewerbs-Versionen ab Werk angeboten, die auf dem Genfer Autosalon 1970 vorgestellt wurde. Der sogenannte Leichtbau-Capri, von dem ca. 50 Stück gebaut wurden, hatte GFK-Türen mit Kunststofffenstern, einen GFK-Kofferraumdeckel, eine GFK-Motorhaube, keine Stoßstangen, keine Heizung und Magnesiumfelgen. Außerdem hatten auch nicht alle "Plastikbomben" einen Einspritzmotor. Einige Fahrzeuge wurden nur mit einem 2,6L Vergasermotor ausgeliefert. Im Innenraum wurde der Wagen mit leichtgewichtigen Rennschalensitzen mit fester Rückenlehne ausgestattet und auf jegliches Dämmmaterial wurde aus Gewichtsgründen verzichtet. Dieses Fahrzeug wurde 1970-1971 angeboten und hatte ein sensationelles Leistungsgewicht von 6kg/PS. Damit wurde der Grundstein zu einer ausgesprochen erfolgreichen Sportlerkarriere Anfang der 70er Jahre gelegt.

 

 

 

 

 Der V6-Motor der RS-Straßenversion, mit 2637ccm Hubraum, war mit einer mechanischen Kugelfischer-Einspritzanlage ausgerüstet und leistete offiziell 150 PS. Diese Angabe war jedoch tiefgestapelt, die meisten Fahrzeuge hatten zwischen 160 und 170PS. Somit sind auch die, für damalige Verhältnisse, hervorragenden Fahrleistungen zu erklären ( 0-100 ca. 7,7 bis 8,0 sec. und eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h) zumal das Fahrzeuggewicht bei nur 1050kg lag. Dies machte den Capri zu einem überlegenen Reisesportwagen.

 


Da die Kugelfischer-Einspritzanlage vor allem im Motorsport für Leistung sorgen sollte, wurde beim Typ A auf den sogenannten Raumnocken (Regelnocken) verzichtet. Die Einspritzung hat, nur abhängig von der Drosselklappenstellung, immer gleich viel Kraftstoff eingespritzt, egal ob der Motor mit 2000 oder 5000 Umdrehungen lief . Dieses hatte allerdings für die Straßenversionen schon fast unanständige Verbrauchswerte zur Folge. Dieser Mangel wurde erst mit der Einführung des Typ B behoben da der neu eingeführte Regelnocken auf einer Achse, durch die Drosselklappenstellung, verschoben wurde.

 

 

 

1973 wurde dann der RS mit einer Weiterentwicklung der Kugelfischer-Einspritzanlage (Typ C) angeboten. Das Ziel war es natürlich, weiterhin den Kraftstoffverbrauch zu senken. Außerdem kam dazu das der Gesetzgeber die Abgasvorschriften verschärfte und so mußte auch diesem Umstand Rechnung getragen werden.

 

 

 Ende 1973 lief der millionste Ford Capri (natürlich ein 2600 RS) in Saarlouis vom Band. In Halewood wurde der Capri I mit diversen Änderungen bzw. Verbesserungen im Ausstattungs- u. Motorenbereich bis Januar 1974 gefertigt. Offiziell wurde der Capri I in Deutschland, ebenfalls mit diversen Änderungen im Motoren- und Ausstattungsbereich, bis zum Dezember 1973 produziert. Laut Unterlagen von FORD soll der letzte Capri I am 31.10.1974 und der letzte RS 2600 gar 1975 gefertigt worden sein.

Insgesamt wurden in Deutschland 784.000 Capri I (davon 3532 Capri RS) hergestellt, wobei davon 244.000 in Deutschland verblieben und der Rest exportiert wurde.

Hier eine Übersicht über die gebauten Capri RS 2600 Einheiten in den Jahren 1970-1975:

Baujahr      Fahrzeuge
1970                  53
1971                752
1972              1360
1973              1188
1974                178
1975                    1

 


 

 

 

 

 

 


 

verbreitert mit RS-Kit